HIER FÜRS WIR im Donau-Ries - GRÜNES Wahlprogramm für den Kreistag Donau-Ries 2026–2032

Liebe Wählerinnen und Wähler,

wir GRÜNE bewahren und packen an, damit wir alle im Donau-Ries schön, sicher und mit hoher Lebensqualität leben können. Wir sind hier fürs Wir. Uns ist es wichtig, unseren Landkreis gemeinsam mit Ihnen zu gestalten: Damit wir heute alle Menschen gut versorgt sind mit Schulen, Ärztinnen und Ärzten, Pflege, sicheren Jobs und sozialer Unterstützung. Damit uns in Zukunft eine lebendige Umwelt und sauberes Wasser erhalten bleibt. Für regionale, kostengünstige und saubere Energie und ein stabiles Klima.

Wir setzen uns für einen lebendigen Landkreis ein, in dem Transparenz und Bürgerbeteiligung gelebt werden. Wir wollen, dass es in jedem Dorf und in jeder Stadt attraktive Angebote an Bus oder Bahn gibt und generationenübergreifend Begegnungsmöglichkeiten sowie Kulturangebote entstehen. Wir unterstützen eine starke, nachhaltige Wirtschaft und sichern Wertschöpfung und Kaufkraft in der Region.

Wie wir unsere Ziele erreichen wollen, können Sie in unserem nachfolgenden Programm lesen. Um gemeinsam das Donau-Ries zu gestalten, statt nur zu verwalten, bitten wir um Ihre Stimmen.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Donau-Ries

Das gesamte Programm finden Sie auch hier (PDF, 272 KB) zum Download.

1.SICHERHEIT UND BLÜHENDE LANDSCHAFT: LEBENSGRUNDLAGEN SICHERN, ENERGIE GEWINNEN UND KLIMA SCHÜTZEN

Trockenheit, Starkregen, Hochwasser, Stürme und Artensterben nehmen zu. Wir helfen Natur und Menschen, sich zu schützen oder sich dort anzupassen, wo Schutz nicht möglich ist. Wir wollen Planungssicherheit im Donau-Ries durch ein sozial gerechtes Konzept für Klimaschutz, Klimaanpassung und Energieautonomie. Die Chancen der Bürgerenergie wollen wir nutzen für Menschen und Wirtschaft. Wir bauen Radwege, Bus und Bahn aus, damit alle Leute von Jung bis Alt frei entscheiden können, wie sie unterwegs sind. Wir achten auf eine blühende, lebendige Natur, Umwelt und Tierwelt als unsere Lebensgrundlage.

1.1 Strom und Wärme billig und erneuerbar gewinnen

Im Donau-Ries wird bereits sehr viel Energie erneuerbar erzeugt. Seit Langem exportiert der Landkreis Strom, und immer mehr Dörfer stellen auf grüne Wärmenetze um. Das ist ökologisch, wirtschaftlich sinnvoll und stärkt eine sichere, unabhängige Energieversorgung. Zugleich sinken die Preise für erneuerbare Energien weiter, sodass wir die wirtschaftlichen Vorteile noch besser nutzen können.

Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien einerseits und Energieeinsparung andererseits reduzieren wir nicht nur unsere Abhängigkeit von fossilen Energien, sondern verbessern auch die kommunalen Finanzen aller Gemeinden im Landkreis.

Windenergie mit Bürgerbeteiligung

Wir setzen auf frühe Einbindung der Bürgerinnen und Bürger. Die Ausweisung weiterer Wind-Vorranggebiete im Donau-Ries muss der regionale Planungsverband im engen Dialog mit allen Kommunen gestalten. Denn Windräder bieten die Chance für Einnahmen für Kommunen und Bürgerinnen und Bürger sowie für sichere, saubere, regionalen und billigen Strom.

Regionalwerk Donau-Ries

Wir setzen uns dafür ein, gemeinsam mit interessierten Kommunen ein Regionalwerk zu gründen. Es soll als Energiewerk Energieprojekte strukturell und finanziell unterstützen, Orientierung im Förderdschungel geben, Netzengpässe überbrücken, Solar- und Windanlagen in Bürgerhand ermöglichen, Lösungen für Biogasanlagen entwickeln und Kommunen bei ihrer Wärmeplanung unterstützen. Mit seiner Kombination aus Betrieb und Beratungsstelle wird es zur selbsttragenden Anlaufstelle für Energiekompetenz. Als Regionalwerk kann es weitere Aufgaben übernehmen, wie Carsharing.

Kommunale Wärmeplanung bis 2028

Bis 2028 muss jede Gemeinde eine Kommunale Wärmeplanung vorlegen. Darin wird veröffentlicht und festgelegt, welche zukünftigen Heizsysteme eingesetzt werden können. Wir erarbeiten im LandkreisUnterstützungsangebote, damit mehrere Kommunen gemeinsam Planungen beauftragen und Geld sparen, diesen Prozess gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern gestalten sowie schnell Klarheit über zukünftige Heizformen schaffen können.

Der Landkreis soll die Kommunen bei der Umsetzung der Planung fachlich und organisatorisch unterstützen, um Synergien zu nutzen. Dazu gehört auch eine vernetzende Rolle bei der Nutzung von Abwärme. Viele Industrie-, Landwirtschafts- und Versorgungsbetriebe könnten Wärme zur Verfügung stellen, werden jedoch bislang kaum unterstützt. Der Landkreis wird mit uns eine Abwärmebörse einrichten und den Erfahrungsaustausch zwischen den Gemeinden fördern.

Energie sparen – Kosten senken

Alle Gemeinden und öffentlichen Träger erhalten mit Unterstützung des Landkreises eine Energiesparberatung. So können Energiekosten nachhaltig sinken. Alle kreiseigenen Gebäude sollen, wenn wirtschaftlich möglich, mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden.

Task Force Netze

Immer häufiger wird der Netzanschluss zum Flaschenhals für erneuerbare Energien. Wir gründen eine Task Force Netze mit den regionalen Verteilnetzbetreibern. Sie soll Kooperation und Abläufe verbessern, Netzanschlussprobleme reduzieren und gemeinsam mit dem Regionalwerk Konzepte für lokale Energiespeicher entwickeln, die durch Bürgerenergiegenossenschaften umgesetzt werden können.

1.2 Nachhaltige Mobilität ermöglichen

Mobilität ist entscheidend für gesellschaftliche Teilhabe. Sie muss klimafreundlich, bezahlbar und für alle Generationen verfügbar sein. Unser Ziel ist ein Landkreis, in dem alle Menschen die freie Wahl zwischen einem attraktiven öffentlichen Nahverkehr und guten Voraussetzungen für Elektromobilität haben. Die verschiedenen Verkehrsmittel sollen gut vernetzt und unkompliziert kombinierbar sein.

Erhalt und Sanierung der Straßen

Wir setzen auf eine transparente, nachvollziehbare Reihenfolge bei der Sanierung der Kreisstraßen, damit sie zuverlässig instandgesetzt werden. Kinder, Fußgängerinnen und Fußgänger werden besonders berücksichtigt: Barrierefreie Übergänge und sichere Querungshilfen gehören für uns dazu.

Mobilitätsgarantie mit Bus und Bahn

Alle Menschen im Landkreis sollen zwischen fünf und 24 Uhr auch kleinere Orte stündlich erreichen können. Dazu setzen wir uns für ein flächendeckendes Angebot an Bus- und Bahnverbindungen ein. Wir haben uns erfolgreich für das DoRies-mobil eingesetzt. Ebenso haben wir den Beitritt zum Augsburger Verkehrsverbund (AVV) und perspektivisch zum Münchner Verkehrsverbund (MVV) erreicht, was ein Wirtschaftlichkeitsgutachten deutlich empfohlen hat und den Bürgerinnen und Bürgern einfaches Busfahren mit einem Ticket und optimalen Informationen über Fahrtzeiten eröffnet. Linienbusse wollen wir ausbauen. Auch mehr attraktive Rufbusse (DoRies-mobil) und Seniorenbusse sollen im gesamten Landkreis verfügbar und telefonisch und digital flexibel buchbar sein. Mit dem Deutschlandticket soll die Mitfahrt im DoRies-Mobil ohne Zuzahlung sein. Statt ungleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land zu zementieren, sollte das Deutschlandticket in jedem Dorf attraktiv nutzbar sein.

Radwege und Fahrradinfrastruktur

Das Radwegenetz im Donau-Ries muss durchgehend ausgebaut und ohne Unterbrechungen nutzbar sein, auch an den Grenzen zu Nachbarlandkreisen. Wir stehen für einen ortsverbindenden und landkreisübergreifenden Ausbau auf Grundlage eines klaren Radwegekonzepts. Sicherheit hat oberste Priorität, besonders an Kreuzungen und in Bereichen, in denen Radfahrende auf motorisierten Verkehr treffen.

Das Radwegenetz soll sowohl Berufspendelnden und Schülerinnen und Schülern als auch Freizeit- und Tourenradlerinnen und -radlern gerecht werden. Gewerbegebiete, Ortskerne, Sehenswürdigkeiten, Naturorte und Gastronomie sollen angebunden sein. Eine gute Beschilderung erleichtert auch Gelegenheitsradlerinnen und -radlern die Orientierung. Die Mitnahme von Fahrrädern in Bus und Bahn soll selbstverständlich werden.

Reaktivierung der Hesselbergbahn

Wir setzen uns weiterhin für die Reaktivierung der Bahnstrecken Nördlingen–Wassertrüdingen und Nördlingen–Dinkelsbühl ein. Für die Strecke nach Wassertrüdingen wollen wir die Anerkennung durch den Freistaat und die nötigen Fördermittel voranbringen. Für Nördlingen–Dinkelsbühl zeigen wir, dass eine Nutzung über die Bezirksgrenze hinweg als Lückenschluss sinnvoll ist.

E-Mobilität stärken

Jedes Dorf und jedes Quartier im Landkreis soll bei Bedarf mindestens eine Ladestation bekommen. Ein Regionalwerk Donau-Ries soll eine Ausschreibung für eine flächendeckende Ladesäuleninfrastruktur durchführen mit einer Mischung aus Schnell- und Normalladern bis hin zu Laternen- oder Bordsteinladestationen.

Laden am Arbeitsplatz

Ein grüner Landrat und das Regionalwerk werden gemeinsam mit der regionalen Wirtschaft daran arbeiten, Betriebsparkplätze im Donau-Ries mit Solaranlagen zu überdachen. Pendlerinnen und Pendler können ihre Fahrzeuge tagsüber kostengünstig laden. Diese Solar-Carports stabilisieren gleichzeitig die Netze.

Gemeinsam mobil

Um Mobilität für alle Menschen zu gewährleisten, braucht es Car- und E-Bike-Sharing. Wir wollen Carsharing (Autos, die Menschen sich teilen und ausleihen können) in allen Städten des Landkreises organisieren. Das können genossenschaftliche Anbieter, ein Regionalwerk, die DB oder andere private Anbieter umsetzen. Außerdem wollen wir interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben bei Fahrten mit privaten oder Carsharing-Autos mitzufahren, statt selbst zu fahren, durch eine Mitfahr-App. Mitfahrbänke können dann zuverlässiger genutzt werden und Treffpunkt für Mitfahr-Verabredungen sein.

Barrierefreiheit

Fortschritte im barrierefreien Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs gab es bereits. Wir bleiben hartnäckig, damit alle Bahnhöfe zum angekündigten Zeitpunkt barrierefrei werden und auch öffentliche Gebäude im gesamten Landkreis barrierefrei zugänglich werden.

 

1.3 Umwelt und Natur schützen

Die Natur im Donau-Ries ist einzigartig. Wir schützen unser Ökosystem, führen laufende Umweltprojekte fort und bauen sie aus.

Gemeinsamer Umweltschutz

Umweltschutz beginnt im Kleinen, wird aber erst stark, wenn alle zusammen helfen. Wir werden Aktionen und Bildungsangebote fördern, um Wissen über effektiven Umweltschutz zu stärken. Wir setzen uns für nachhaltige Beschaffung, Müllvermeidung und eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ein. Wir fördern Initiativen wie Repair-Cafés, offene Werkstätten und regionale Wiederverwendungs- und Tauschstrukturen.

Natur- und Gewässerschutz

Wir setzen uns für den Schutz unserer Flüsse und Seen ein, treiben den Gewässerschutz sowie die Renaturierung der Donauauen voran und fördern ökologischen Hochwasserschutz. Um Pflanzen und Tiere zu schützen, sollen Natur- und Landschaftsschutzgebiete - besonders Auen zum Wasserrückhalt - ausgeweitet, Biotope vernetzt, alte Bäume erhalten und neue gepflanzt werden. Blühflächen und die ökologische Nutzung von Randstreifen verbessern den Lebensraum für Insekten und Vögel. Auf landkreiseigenen Flächen stellen wir sicher, dass keine Pestizide eingesetzt werden und passen Mähzeitpunkte an die Vegetation an.

Schutz unserer Landschaften

Unser Landkreis bietet viele besondere Naturräume, wie beispielsweise das Donauried, die Albflächen und den Meteorkrater Ries. Sie sind schön, widerstandsfähig und prägend für die Region. Damit das so bleibt, arbeiten wir eng mit Naturschutz- und Agrarverbänden zusammen. Naturschutz gelingt am besten in partnerschaftlicher Zusammenarbeit.

Der Landkreis startet mit uns neue Projekte für Bachrenaturierungen, Blühstreifen und Blühwiesen zusammen mit Naturschutzorganisationen, Jäger-, Fischerei- und Agrarvereinigungen. Ziel ist der Erhalt der Biodiversität und unserer natürlichen Ressourcen.

Landwirtschaft als Partner

Der Donau-Ries-Kreis ist eine gewachsene Kulturlandschaft. Unsere Landwirtinnen und Landwirte sind zentrale Akteure für deren Pflege und Erhalt. Sie brauchen gleichzeitig eine intakte Natur, um Landwirtschaft betreiben zu können. Sie sollen Ansprechpartner im Landratsamt finden, die konstruktiv und verständnisvoll unterstützen, damit landwirtschaftliche Nutzung und Schutz der Lebensgrundlagen im Einklang bleiben. Gemeinsam finden wir Lösungen bei Herausforderungen wie Hochwasser, Dürre, fehlenden Nitrat-Messstellen, Biberschäden, Wasser- oder Bodenverschmutzung.

Tierschutz

Wir setzen uns ein für eine enge Zusammenarbeit mit den Tierschutzvereinen und eine sichere Finanzierung der Tierheime gemeinsam mit den Kommunen. Zum Schutz von Katzen vor Verwahrlosung sowie zur Vermeidung hoher Tierarztkosten für freilaufende Katzen wollen wir landkreisweit für Kastrationsverordnungen zusammenarbeiten.

Müllreduktion

Das Müllaufkommen im Donau-Ries steigt seit Jahren, insbesondere bei Kunststoffen. Wir GRÜNE wollen eine kommunale Strategie zur Plastikvermeidung und zur Steigerung der Recyclingquote. Initiativen wie Unverpacktläden unterstützen wir. Der Landkreis soll selbst möglichst verpackungsarm einkaufen. Ressourcenschonung und Abfallvermeidung wollen wir durch mehr und regelmäßige Information auf Social Media, in der Presse und direkt an alle Bürgerinnen und Bürger, Vernetzung von Initativen und innovative Projekte, wie das gemeinsame Upcycling aus Müll, weiter voranbringen.

1.4 Klimaschutz und Klimaanpassung

Konzept für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung

Wir entwickeln einen Klimaschutzplan, der beschreibt, wie der Landkreis vor Klimarisiken geschützt und auf zukünftige Entwicklungen vorbereitet werden muss. Er wird mit einem langfristigen Finanzplan unterlegt, um die Ziele der Treibhausgasneutralität und der Klimaanpassung zu erreichen.

Klimaanpassungskonzept

Die Klimakrise bedroht unser Eigentum und unsere Natur. Wir entwickeln ein Klimaanpassungskonzept, das, aufbauend auf einem Klima-Risiko-Kataster für Hochwasser, Dürren und Extremwetter, klarmacht, welche Maßnahmen wann umgesetzt werden müssen. Dies kann mit dem Klimaschutzkonzept verzahnt werden.

Ökologische Baustandards

Wir setzen uns für ökologische Baustandards bei kreiseigenen Bauvorhaben ein und legen Richtlinien für ressourcenschonendes, energiesparendes Bauen fest. Gebäude sollen über ihren gesamten Lebenszyklus betrachtet werden, von der Herstellung über den Transport bis zur Entsorgung.

Nachhaltige Beschaffung

Bei Ausschreibungen sollen neben Wettbewerb und Regionalität auch soziale und ökologische Aspekte berücksichtigt werden. Wir wollen alle vorhandenen Spielräume für ökologische, soziale und menschenrechtliche Kriterien nutzen, denn dies ist zum Vorteil der regionalen Betriebe und Menschen.

Fairtrade-Landkreis

Wir wollen das Donau-Ries zu einem Fairtrade-Landkreis machen und faire Handelsbeziehungen stärken.

2. LEBENSQUALITÄT UND MITEINANDER: FAMILIEN, EHRENAMT, SPORT, KULTUR, BETEILIGUNG, TRANSPARENZ UND ZUSAMMENHALT STÄRKEN UND FUNKTIONIERENDE, EINFACHE VERWALTUNG SCHAFFEN

Der Landkreis soll Sicherheit und Raum für Teilhabe, Kreativität und Engagement für alle Generationen und Lebenslagen bieten. An fachkundiger Unterstützung für Jugendliche und Familien darf nicht gespart werden, denn sie zahlt sich stets für die Menschen und für unsere Gemeinschaft und Wirtschaft aus. Das Zusammenleben im Landkreis Donau-Ries basiert auf gesellschaftlichem Frieden, dem typisch bayerischen „Leben und leben lassen" sowie auf einer lebendigen Dorf- und Vereinskultur, vielfältigem Sportangebot und einem reichen Kulturleben. Das ist wertvoll, aber nicht selbstverständlich. Wir GRÜNE wollen dafür sorgen, dass diese Vielfalt erhalten bleibt und gesellschaftliche Spaltungen überwunden werden. Kultur, Sport und Ehrenamt sind tragende Säulen des Zusammenhalts im Donau-Ries. Wir unterstützen sie als lebendige Orte der Begegnung.

2.1 Kinder, Jugend, Familien und Senioren im Landkreis unterstützen

Familien stärken

Wir wollen das Bündnis für Familie weiterentwickeln. Sozialräumlich organisierte Familienstützpunkte sollen Orte der Begegnung, Beratung und Unterstützung sein – zugänglich für alle.

Kinder- und Jugendhilfe ausbauen

Die Kinder- und Jugendhilfe braucht eine gute personelle Ausstattung. Kindern, Jugendlichen und Familien in schwierigen Lebenslagen muss schnell und kompetent geholfen werden.

Jugendarbeit fördern

Der Kreisjugendring Donau-Ries soll personell und finanziell so ausgestattet werden, dass er seine erfolgreichen Angebote fortsetzen und ausbauen kann. Auch die offene Jugendarbeit wird gestärkt. So können alle Jugendlichen Freizeitangebote selbst mitgestalten, gemeinsam Zeit verbringen, Begegnungen erleben und in herausfordernden Zeiten Ansprechpersonen finden. Zusätzlich schaffen wir ein Beratungsangebot für queere Jugendliche.

Raum für Jugendliche

Kommunen sollen Unterstützung erhalten, um Jugendlichen Räume und Areale zur Verfügung zu stellen, in denen sie selbstorganisiert aktiv sein können. Sozialpädagogische Fachkräfte sollen sie dabei begleiten.

Nachbarschaftshilfen

Wir unterstützen den Ausbau von Nachbarschaftshilfen und nutzen digitale Möglichkeiten, um Angebote und Bedarfe zusammenzubringen. Das hilft auch älteren Menschen, länger selbstbestimmt zuhause leben zu können.

Begegnungsräume schaffen

Wir fördern Kommunen bei der Schaffung von Orten, an denen Menschen sich treffen, austauschen und gemeinsam Zeit verbringen können.

Selbstständig leben bis ins hohe Alter

Ein gutes Leben im Alter umfasst mehr als medizinische Versorgung. Wir setzen uns ein für wohnortnahe Angebote, die Aktivität, Begegnung und Selbstständigkeit fördern, etwa Bewegungs- und Präventionskurse, Alltagshilfen und seniorengerechte Nahversorgung. Offene Mittagstische in Senioreneinrichtungen sollen ausgebaut werden. Sie schaffen Begegnungsorte und stärken das Miteinander der Generationen.

Seniorenpolitisches Gesamtkonzept weiterentwickeln

Wir wollen das seniorenpolitische Gesamtkonzept regelmäßig aktualisieren und dabei Beratungskampagnen und Beteiligungswerkstätten anstoßen, Barrierefreiheit im öffentlichen Raum ausbauen, bürgerschaftliches Engagement stärken, Wohn-, Freizeit-, Präventions- und Sportangebote wie Sturzprophylaxe ausweiten und Kommunen bei Begegnungsräumen und Mittagstischen vernetzen.

 

2.2 Starkes Ehrenamt, Kunst und Kultur

Verlässliche Unterstützung und Beratung für das Ehrenamt

Im Donau-Ries verbinden sich gewachsene Strukturen mit Offenheit für Neues. Die vielen ehrenamtlich Engagierten in Sport, Kultur und der Zivilgesellschaft leisten Großartiges von alltäglichen Tätigkeiten bis hin zu großen Veranstaltungen. Der Zusammenhalt im Landkreis lebt von aktivem Vereinsleben und ehrenamtlichem Engagement, vom Sportverein bis zur Feuerwehr. Die Strukturen des bürgerschaftlichen Engagements wollen wir stärken und das Ehrenamt mehr durch Beratung in Rechtsfragen unterstützen. Für die Ehrenamtskarte wollen wir zahlreiche weitere Anbieter gewinnen, um Karteninhaberinnen und Karteninhabern mehr Wertschätzung und Vergünstigungen zu bieten.

Sportförderung

Sport stärkt Gemeinschaft und Gesundheit. Wir setzen uns für gute Rahmenbedingungen und eine moderne Vereinsförderung ein, damit Sportangebote für alle Generationen attraktiv bleiben.

Kunst und Kultur

Kunst und Kultur sind tragende Elemente unserer Gesellschaft. Sie schaffen Begegnungen, stärken Gemeinschaft und erhöhen die Lebensqualität. Wir wollen öffentliche Freiräume für Kultur schaffen und Förderprogramme so ausbauen, dass auch junge Kulturschaffende und die freie Kulturszene profitieren.

2.3 Mitreden, Mitentscheiden, Mitmachen

Bürgerbeteiligung ist ein wesentlicher Baustein für einen aktiven Landkreis. Wir wollen, dass Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Initiativen auf allen Ebenen in politische Entscheidungen eingebunden werden und das schon vor dem Erreichen des Wahlalters, um verschiedene Altersgruppen einzubeziehen. Die Form der Beteiligung wird selbst in einem partizipativen Prozess mit Jugendlichen, Bürgerinnen und Bürgern sowie Vertreterinnen und Vertretern des Kreistags erarbeitet.

Der Landkreis soll hier eine Vorreiterrolle einnehmen und die Gemeinden beraten sowie mit erprobten Methoden unterstützen. Beteiligung soll sich zudem nicht nur auf politische, sondern auch auf wirtschaftliche Entscheidungen erstrecken, beispielsweise indem das Regionalwerk Geschäftsanteile an Erneuerbare-Energien-Anlagen Bürgergenossenschaften anbietet.

2.4 Gleichstellung und Familienfreundlichkeit

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Wir achten darauf, dass Frauen in der Landkreisverwaltung entsprechend ihrer Leistungen auch in alle Führungsebenen befördert und gleichberechtigt bezahlt werden. Für Frauen wie Männer sollen familienfreundliche Jobsharing-Angebote auch in Führungspositionen im Landratsamt und kreiseigenen Einrichtungen ausgebaut werden. Gemeinsam mit der regionalen Wirtschaft wollen wir hier eine Vorbildfunktion übernehmen, um Gleichstellung weiter voranzubringen.

Frauen unterstützen und schützen

Gleichstellung betrifft alle Politikbereiche. Vor allem für Frauen in prekären Situationen braucht es stärkere Unterstützung. Das Angebot an Frauenhausplätzen muss ausgebaut werden, um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden.

2.5 Füreinander und Miteinander

2.5 Füreinander und Miteinander

Wir GRÜNE haben eine soziale, inklusive und integrative Vision für den Landkreis. Wir engagieren uns für ein menschliches Donau-Ries, das hinsieht und hilft, wo Hilfe gebraucht wird.

Familienzentren und soziale Treffpunkte

Wir unterstützen den Aufbau und die Weiterentwicklung von Familienzentren und sozialen Treffpunkten, die Austausch, Beratung und Unterstützung ermöglichen.

Sozialer Landkreis

Wir setzen uns für einen Landkreis ein, in dem niemand abgehängt wird und nehmen soziale Ungleichheit und Armut gezielt in den Blick. Um den Landkreis sozial gerechter zu gestalten, brauchen wir weiterhin eine Bevölkerungsprognose, eine Sozialraumanalyse und einen Armutsbericht. Diese Instrumente helfen dabei, politische Maßnahmen bedarfsgerecht zu gestalten und Menschen aus Armut heraus zu begleiten. Wir stärken Beratungs-, Unterstützungs- und Präventionsangebote, damit Hilfe frühzeitig ankommt.

Inklusion leben

Wir wollen den Donau-Rieser Inklusionsbeirat weiterführen und stärken. Menschen mit Behinderungen sollen bei politischen Entscheidungen beteiligt sein als Expertinnen und Experten in eigener Sache. Die Ideen der Expertinnen und Experten sollen noch öfter und schneller umgesetzt werden.

Integration stärken

Der Landkreis gehört zu den wirtschaftlich stärksten Regionen Deutschlands. Um diese Stärke zu erhalten, brauchen wir neben Einpendlerinnen und Einpendlern auch Neubürgerinnen und Neubürger. Integration und Teilhabe von Einwanderinnen und Einwanderern sowie Geflüchteten gelingt, wenn Strukturen dafür vorhanden sind: Die Unterbringung von Geflüchteten soll in kleinteiligen Wohneinheiten organisiert werden, um Integration zu erleichtern und die Arbeit der Helferkreise zu unterstützen. Wir wollen den Integrationsbeirat bekannter machen und einen Integrationspreis für engagierte Vereine einführen.

2.6 Transparenz und Service in Politik und Verwaltung

2.6 Transparenz und Service in Politik und Verwaltung

Informationen transparent machen

Transparenz ist entscheidend, damit politische Entscheidungen nachvollziehbar werden. Wir setzen uns dafür ein, Entscheidungsprozesse offen darzustellen und Informationen einfach zugänglich bereitzustellen.

Service und digitale Verwaltung

Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger müssen einfach und schnell funktionieren. Wir treiben die Digitalisierung der Landkreisverwaltung voran, um Abläufe transparenter, bürgernäher und effizienter zu gestalten. Wir wollen deutlich mehr digitale Formulare einführen, damit Bürgerinnen und Bürger alle Dienstleistungen des Landratsamts auf Wunsch online und barrierefrei nutzen können. Digitale Angebote sollen niemanden ausschließen, sondern den Zugang zu Informationen, Beratung und Beteiligung erleichtern. Die Ausbildung von Digitallotsen führen wir fort.

 

3. GUTE VERSORGUNG: GESUNDHEIT, PFLEGE UND WOHNEN SICHERN

Wir setzen uns dafür ein, dass alle Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Donau-Ries wohnortnah Zugang zu einer modernen, ganzheitlichen und verlässlichen Gesundheitsversorgung haben. Deutlich ausbauen wollen wir auch die wohnortnahe Betreuung, Unterstützung und Pflege im Alltag durch Pflegedienste zur Entlastung der Angehörigen und durch Pflegeheime. Palliative Begleitung wollen wir ausbauen und das Hospiz unterstützen. Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Der Landkreis kann deutlich mehr für bezahlbare Wohnungen tun und soll mehr Neubauten und Sanierungen mit den Bau- und Wohnungsgesellschaften auf die Beine stellen. Damit für Jung und Alt, Familien, Paare und Alleinlebende das Wohnen sicher ist, werden wir Tauschbörsen voranbringen und unterstützen Leerstand zu beleben.

3.1 Kommunale Verantwortung: Gemeinsamen Kommunalunternehmen Donau-Ries Kliniken und Seniorenheime (gKU)

Krankenhäuser

Die Einrichtungen des gKU Donau-Ries sind das Rückgrat der regionalen Gesundheitsversorgung. Für uns ist klar: Wir erhalten die drei Klinikstandorte. Für eine flächendeckende, wohnortnahe Versorgung sind sie unverzichtbar.

Gute Versorgung setzt gute Arbeitsbedingungen voraus. Deshalb setzen wir uns dafür ein, die Beschäftigten der Servicegesellschaft wieder vollständig in das gKU einzugliedern.

Patientinnen und Patienten sollen nach einem Klinikaufenthalt mit Medikamenten und Verbandsmaterial für die ersten Tage versorgt werden. Zudem braucht das Klinikpersonal mehr Schulungen im Umgang mit Menschen mit Demenz oder mehrfachen Beeinträchtigungen, damit alle Patientinnen und Patienten respektvoll und sicher behandelt werden.

Seniorenheime

Pflege in unseren gKU-Seniorenheimen soll menschlich, verlässlich, fachlich fundiert und gut erreichbar sein. Wir setzen uns dort für den Ausbau der Kurzzeitpflege ein sowie für den Ausbau neuer gemeinschaftlicher Wohn- und Pflegeformen.

3.2 Moderne, wohnortnahe Gesundheitsversorgung

Wir stärken eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung im ganzen Landkreis und setzen uns für die Sicherung von Haus- und Facharztpraxen insbesondere im ländlichen Raum ein. Zur medizinischen Behandlung und Pflege setzen wir uns für genug gut ausgebildete Ärztinnen und Ärzte, Pflegefachkräfte, Therapeutinnen und Therapeuten ein sowie für die optimale Verfügbarkeit von Medikamenten und Hilfsmitteln.

Die Gesundheits-Vorsorge wollen wir ausbauen und mit niedrigschwelligen Aktionen, Bewegungsangeboten und Veranstaltungen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern anpacken.

Wir wollen die Zusammenarbeit der Akteurinnen und Akteure im Gesundheitswesen stärken und in Gesprächen den Ausbau von Facharztzentren und ärztlich geführten medizinischen Versorgungszentren, engere Kooperationen zwischen Kliniken und Praxen und mehr ambulant-stationäre Angebote durch fachärztliche Teams erreichen. Das erleichtert Termine, verkürzt Wege und stärkt die Zukunftsfähigkeit der Gesundheitsregion Donau-Ries.

Digitale Angebote wie Videosprechstunden, flexible Terminbuchungen und On-Demand-Dienste sollen Lücken schließen und gerade in ländlichen Regionen Wege sparen.

Für internationale Fachkräfte und suchende Praxen, Träger und Einrichtungen wollen wir eine Zentrale Anlaufstelle bündeln (One-Stop-Shop), die bei Anerkennungsverfahren und Sprachkursen berät, unterstützt und beschleunigt.

 

3.3 Pflege stärken – für alle Lebensphasen

3.3 Pflege stärken – für alle Lebensphasen

Beratung für optimale Pflege

Pflegebedürftige Menschen und pflegende Angehörige entlasten wir durch Beratung, Koordination und passgenaue Unterstützungsangebote. Wir unterstützen den Erhalt und mehr Bekanntheit für den Pflegestützpunkt als zentrale, unabhängige Beratungsstelle und wollen mehr wohnortnahe Beratung, beispielsweise regelmäßig in Rathäusern, ermöglichen.

Bedarfsgerechtes Pflegeangebot

Pflegebedürftigkeit kann jede und jeden treffen in jedem Alter. Deshalb braucht es ein vielfältiges Angebot: ambulant, teilstationär und stationär. Wir setzen wir uns für mehr Kurzzeitpflegeplätze und Kurzzeitpflege mit Wochen- und 24-Stunden-Angeboten sowie Tages- und Nachtpflege ein. Wir wollen Träger auch beim Ausbau von Sozialstationen und hauswirtschaftlichen Diensten unterstützen sowie gemeinsam mehr Pflege- und Demenz-Wohngemeinschaften für ein selbstbestimmtes Leben aufbauen. Auch Angebote für psychisch erkrankte Menschen wollen wir weiterentwickeln.

Starke Palliativ- und Hospizstrukturen

Wir fördern Hospiz- und Palliativstrukturen, damit Menschen auch am Lebensende gut begleitet werden. Die Initiatorinnen und Initiatoren unterstützen wir beim Bau eines Hospizes in Nördlingen für den Landkreis.

Pflegende Angehörige entlasten

Viele Menschen im Landkreis pflegen ihre Angehörigen oft zusätzlich zu Beruf und Familie. Sie verdienen Anerkennung und Unterstützung. Wir setzen uns ein für mehr Kurzzeit- und Tagespflegeplätze, niedrigschwellige Beratungsangebote und flexible Entlastungsstrukturen sowie mehr Vernetzungs- und Austauschangebote für pflegende Angehörige.

Ehrenamtliche in der Pflege sollen ab dem ersten Einsatz eine Ehrenamtskarte erhalten, die Wertschätzung ausdrückt und kleine Vorteile bietet. Ein besonderes Anliegen ist uns ein ehrenamtlicher Fahrdienst zu Arztpraxen, der organisiert und unterstützt werden soll – als wichtige Hilfe für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen.

3.4 Task-Force Fachkräfte in Gesundheit und Pflege

3.4 Task-Force Fachkräfte in Gesundheit und Pflege

Eine verlässliche Pflegeversorgung und eine gute ärztliche Grundversorgung sind nur dann gesichert, wenn qualifizierte Fachkräfte gerne hier arbeiten und bleiben wollen. Bezahlbarer Wohnraum, attraktive Arbeitsbedingungen und eine gute Infrastruktur gehören daher direkt zur Gesundheitsversorgung. Gemeinsam mit Trägern und interessierten Kommunen wollen wir Fachkräfte in Pflege und Gesundheit gewinnen, halten und besser unterstützen. Wir setzen uns für eine Task-Force Pflege ein, die alle Träger und Institutionen im Landkreis zusammenbringt. Sie soll Lösungen entwickeln wie einen Imagefilm für die Pflege, flexiblere Arbeitszeitmodelle, bessere Fort- und Weiterbildung, kostenlose Gesundheits- und Präventionsangebote, Wohnraum für gKU-Angestellte und Fachkräfte anderer Träger und Einrichtungen, Konzepte zur Integration ausländischer Fachkräfte und einen Pool mobiler Pflegekräfte im Landkreis zur Überbrückung von Engpässen.

3.5 Bezahlbares, passendes Wohnen ermöglichen

3.5 Bezahlbares, passendes Wohnen ermöglichen

Wir GRÜNE setzen uns für eine gerechte Wohnsituation im Landkreis ein, damit alle gut leben können. Bezahlbarer Wohnraum ist eine zentrale soziale Frage. Wir unterstützen kommunale und gemeinwohlorientierte Wohnbauprojekte im Landkreis.

Gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land

In allen Orten sollen Dorfläden, ärztliche Versorgung, Apotheken, Kindergärten und Grundschulen vorhanden oder gut erreichbar sein.

Wohnungslose unterstützen

Kommunen sollen bei der Schaffung von Übergangswohnraum beraten und vernetzt werden, um Wohnungslosigkeit effektiv begegnen zu können.

Kommunaler Wohnungsbau

Wir stärken die kommunalen Wohnungsbaugesellschaften für mehr neue Wohnungen und sanierte Wohnungen, die Mieterinnen und Mietern Energiekosten sparen. Wir wollen, dass der Landkreis Wohnungen für eigene Mitarbeitende, insbesondere in den Krankenhäusern, bereitstellt. Das hilft direkt bei der Gewinnung und Bindung von Fachkräften. Wir fördern nachhaltige, flächensparende und Generationen verbindende Wohnformen gemeinsam mit Kommunen, Wohnungsbaugesellschaften und privaten Bauträgern.

Wohnungsbörse

Der Landkreis soll eine aktive Rolle bei der Vernetzung von Wohnungsangeboten und Wohnungssuchenden übernehmen. Wir setzen uns für eine Wohnungsbörse ein, die freiwillige Wohnungstausche erleichtert, damit Haushalte besser zur Lebenssituation passende Wohnungsgrößen finden.

 

4. WIRTSCHAFTSKRAFT UND ARBEITSPLÄTZE: DEN WIRTSCHAFTSSTANDORT DONAU-RIES SICHER, ZUKUNFTSFÄHIG UND STARK HALTEN

Wir GRÜNE wollen den Landkreis Donau-Ries als attraktiven, umweltbewussten, zukunftsorientierten und weltoffenen Lebens- und Wirtschaftsraum mit sicheren Jobs stärken. Eine moderne, nachhaltige Wirtschaftspolitik verbindet wirtschaftliche Stärke mit ökologischer Verantwortung und sozialer sowie finanzieller Sicherheit. Eine starke regionale Wirtschaft braucht Vielfalt: Wir fördern Handwerk, Mittelstand, Existenzgründungen und innovative Geschäftsmodelle.

4.1 Nachhaltige Landwirtschaft fördern

4.1 Nachhaltige Landwirtschaft fördern

Unsere Landwirtschaft ist unverzichtbar. Sie prägt unsere Kulturlandschaft, versorgt uns mit Lebensmitteln und leistet zunehmend Beiträge zur Energieerzeugung. Doch sie steht auch unter Druck, weil sie in einem stark preisgetriebenen Markt arbeiten und gleichzeitig gesellschaftlich gewünschte Umwelt- und Klimaschutzleistungen erbringen soll, die bislang nicht ausreichend vergütet werden. Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit gehören zusammen, doch die aktuelle Ausgestaltung von Markt und Politik lädt die zusätzlichen Lasten der Transformation vor allem bei den Betrieben ab, statt sie fair zu verteilen und verlässlich abzusichern. Wir sind überzeugt: Nachhaltige Landwirtschaft braucht faire Preise und starke regionale Strukturen.

Regionale Vermarktung stärken

Wir wollen die regionale Vermarktung weiter ausbauen durch die Fortführung bestehender Konzepte, die Entwicklung neuer Strategien und ein landkreisweites Konzept für funktionierende Wochenmärkte. Öffentlichkeitsarbeit für regionale Lebensmittel und gegen Lebensmittelverschwendung soll gemeinsam mit den Landwirtinnen und Landwirten erfolgen. Bildungs- und Informationsangebote werden weiter gefördert.

Regionale Produkte in Kantinen

In den Küchen von Schulen, Behörden, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen werden täglich tausende Mahlzeiten zubereitet. Eine Arbeitsgruppe soll dafür sorgen, dass dort verstärkt regionale und mehr biologisch erzeugte Produkte eingesetzt werden.

Der „Grüne Tisch"

Eine nachhaltige Landwirtschaft gelingt nur im Dialog. Wir setzen uns dafür ein, dass Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft, Politik, Handel und Zivilgesellschaft regelmäßig zusammenkommen, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

Öko-Modellregion

Wir wollen, dass sich der Landkreis endlich als Öko-Modellregion bewirbt und diese etabliert. So können alle interessierten Landwirtinnen und Landwirte von Beratung, Vernetzung, gemeinsamer Markenbildung und regionaler Vermarktung profitieren.

4.2 Wirtschaft und Arbeit innovativ voranbringen

4.2 Wirtschaft und Arbeit innovativ voranbringen

Die Wirtschaft im Donau-Ries ist geprägt von starken Unternehmen, engagierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie einem hohen Fachwissen. Die Zukunft unserer regionalen Wirtschaft liegt in ökologischer Modernisierung, Innovation und Fachkräftesicherung.

Nachhaltige Wirtschaftsförderung

Wir wollen das Dorfladennetzwerk weiter unterstützen und die Potenziale regionaler Wirtschaftskreisläufe sichtbar machen, zum Beispiel mit einem „Tag der Wirtschaft". Die Zusammenarbeit zwischen Gemeinden soll auch in der Beschaffung gestärkt werden.

Eine zentrale Plattform soll Einzelhandel und Selbstständige vernetzen und regionale Vermarktung erleichtern. Kooperationen zwischen Kommunen, Unternehmen, Hochschulen und Verwaltung wollen wir gezielt fördern, um Innovation und Wissenstransfer anzustoßen.

Die kommunale Wirtschaftsförderung soll sich an Nachhaltigkeitskriterien orientieren: Ökologie, Lebensqualität, Mitbestimmung, Sozialstandards, Geschlechtergerechtigkeit und globalen Nachhaltigkeitszielen. So kann der Landkreis Betriebe bei der sozial-ökologischen Transformation, bei Digitalisierung und Fachkräftesicherung unterstützen und vernetzen.

Regionale Wertschöpfung, kurze Wege und nachhaltiges Wirtschaften stärken wir gemeinsam mit Landwirtschaft, Gewerbe und Kommunen.

Auch nachhaltiger Tourismus, regionale Produkte, klimaverträgliche Strategien und ein sparsamer Umgang mit Gewerbeflächen sollen gezielt gefördert werden. Die Unterstützung von Gründerinnen und Gründern ist ein weiterer Schwerpunkt unserer Wirtschaftspolitik.

Nachhaltige Produktkreisläufe

Repair-Cafés, offene Werkstätten und Self-Made-Angebote sollen unterstützt und ausgebaut werden. Hier können Bürgerinnen und Bürger Alltagsgegenstände reparieren und damit Ressourcen schonen.

Nachhaltiger Tourismus

Der Landkreis soll sich als attraktive, nachhaltige Tourismusregion weiterentwickeln. Dazu gehören Unterstützung für Hotels und Gastronomie, der Ausbau eines gut vernetzten Radwegenetzes und eine bessere Erreichbarkeit mit Bus und Bahn. In der Außendarstellung wollen wir den Landkreis aktiv mit seinen schützenswerten Naturattraktionen und einem sanften Qualitätstourismus verbinden.

Handwerk stärken

Das Handwerk trägt unsere Gesellschaft, egal ob beim Bau, in der Renovierung oder in der Versorgung des Alltags. Wir wollen Handwerks- und mittelständischen Betriebe unterstützen, damit sie Ausbildung, Weiterbildung und Expansion gut gestalten können.

Attraktive Arbeitsbedingungen im Donau-Ries

Gemeinsam mit regionalen Unternehmen wollen wir das Werben um Fachkräfte weiterentwickeln, damit mehr Menschen die beruflichen Chancen im Landkreis nutzen können.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Ein modernes Wirtschaftsleben braucht gute Rahmenbedingungen für Familien. Dazu gehören flexible Kinderbetreuung, wohnortnahe Angebote und familienfreundliche Mobilität. Wir wollen diese Voraussetzungen weiter verbessern. Die Verbindung von guter Arbeit, fairen Bedingungen und Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind für uns zentrale Standortfaktoren.

4.3 Den Landkreis attraktiv weiterbauen

4.3 Den Landkreis attraktiv weiterbauen

Neben bestehenden Strukturen wollen wir neue Impulse setzen und den Landkreis innovativ weiterentwickeln.

Attraktive Infrastruktur

Wir brauchen einen Plan für eine maßvolle, zielgerichtete Entwicklung des Donau-Ries. Wohnortnahe Lebensmittelversorgung hat Vorrang vor Einkaufszentren auf der grünen Wiese. Eine flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet und Glasfaser für jedes Haus ist für uns zentral. Freies WLAN in kommunalen Gebäuden und öffentlichen Bereichen soll weiter ausgebaut werden. Die Digitalisierung soll genutzt werden, um den ÖPNV durch nachfrageorientierte Angebote zu erweitern.

Flächenverbrauch reduzieren

Wir setzen auf eine effiziente Nachnutzung bestehender Gewerbeflächen. Neue Gewerbeflächen sollen nur ausgewiesen werden, wenn kommunale Ziele anders nicht erreichbar sind. Trotz allem müssen weiterhin Flächen für Wohnungen und Gewerbe bereitstehen. Das kann auch durch Überplanung großer Parkplätze oder das Aufstocken von Flachbauten geschehen. Freie innerörtliche Grundstücke und Leerstände bieten weitere Chancen. Zudem wollen wir Flächen im Ortskern mobilisieren und die Infrastruktur stärken.

Nachhaltige öffentliche Bauvorhaben

Bei Bauprojekten setzen wir auf Energieeffizienz, ökologische Baustoffe und ein zuverlässiges Kostenmonitoring, damit Projekte wirtschaftlich und termingerecht umgesetzt werden.

 

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