Kreistagsfraktion fordert Maßnahmen für Klimaschutz

04. Okt. 2021 –

Die Kreistagsfraktion Grüne/Frauen/Linke hat in einem Antrag an Landrat Stefan Rößle konkrete Maßnahmen zu mehr Klimaschutz im Landkreis angemahnt.

Als erste Maßnahme beantragt die Fraktion zunächst die Erstellung einer CO2-Bilanz für die Kreisverwaltung und die kreiseigenen Liegenschaften und Beteiligungen. „Diese Bilanz zeigt uns erstmals alle CO2-Emissionen auf, für die wir als Landkreis verantwortlich sind und schafft damit Klarheit“ erklärt Fraktionsvorstand Nico Ach. Anschließend geht es der Fraktion darum, Emissionen wo immer möglich zu reduzieren und auch zukünftige Beschlüsse im Kreistag und seinen Ausschüssen unter diesem Aspekt zu beleuchten. „Nach dem Null- Schulden-Landkreis ist unser Ziel jetzt ein Null-CO2-Landkreis. Das sind wir unseren Kindern schuldig,“ so Nico Ach.

Die beantrage Beteiligung am European Energy Award durch den Landkreis ist für die Fraktion ein zweiter großer Schritt hin zu konkreter Veränderung. „Wir wissen heute, dass wir ohne messbare Ziele und einen begleitenden Prozess keine Veränderung hin zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz in der Politik erreichen,“ begründet der stellvertretende Fraktionsvorstand und Bezirksrat Albert Riedelsheimer den Antrag seiner Fraktion.

Der European Energy Award ist dabei ein Qualitätsmanagementsystem und ein Betreuungsprogramm für die kommunale Energie- und Klimaschutzpolitik. Er umfasst alle Bereiche, in denen sich eine Kommune aktiv für den Klimaschutz engagieren kann, von der internen Organisation, über Mobilität bis hin zum Bereich Abfallwirtschaft. Im Fokus stehen klar messbare Ziele, eine externe Begleitung und eine systematische Überprüfung des Fortschritts, um den kommunalen Klimaschutz erfolgreich aufzustellen. Und mit der beantragten Maßnahme befindet sich der Landkreis in guter Gesellschaft: Auch der Bezirk Schwaben, so wie die Landkreise Dillingen und Günzburg beteiligen sich bereits am European Energy Award, ebenso die Stadt Donauwörth.

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Eva Münsinger erwartet nach Jahren der Planungen und Absichtserklärungen endlich konkretes Handeln: „Klimaschutz ist nicht mehr aufschiebbar. Das hat endlich auch die Bayerische Staatsregierung erkannt. Es muss unverzüglich auf allen politischen Ebenen bis hin zu den Gemeinden gehandelt werden. Mit einem guten Qualitätsmanagementkonzept können sie als Vorbild fungieren und die Bürger motivieren und effektiv unterstützen.“ Die Fraktion will die Beschlüsse zum Einstieg in die Klimaneutralität noch vor dem Start der Weltklimakonferenz im November in Glasgow auf den Weg bringen. Die nächsten Ausschusssitzungen und die Sitzung des Kreistags im Oktober eigneten sich hervorragend dazu.

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