Kaisheim: Bgm-Kandidat Andreas Strobel

antwortet auf den Offenen Brief

17. Feb. 2020 –

Sehr geehrter Herr Renelt,
verehrte Mitglieder des Ortsverbandes Bündnis90/Die Grünen,
zunächst möchte ich mich für Ihr Interesse an meinen politischen Visionen für die
Marktgemeinde Kaisheim bedanken.
Ich habe absolutes Verständnis, dass Sie hinsichtlich der Themen Nachhaltigkeit und
Klimaschutz verlässliche Aussagen der Bürgermeisterkandidaten erhalten möchten.
Der Klimawandel ist weder zu bestreiten noch die Auswirkungen dessen in Abrede zu stellen.
Wir alle bemerken dies in unserem täglichen Leben. Hierzu müssen wir nicht die
Abschmelzung der Gletscher in den Alpen betrachten. Alleine die Extremwetterereignisse vor
unserer Türe, ich erinnere an die extreme Trockenzeit 2015, geben uns intensive Eindrücke
über die Veränderungen.
Aus meiner Sicht sind wir alle verpflichtet zu handeln. Besonders als Familienvater von fünf
Kindern sehe ich mich, wie auch der übrige Teil der politischen Entscheidungsträger, in der
Pflicht, wegweisende Entscheidungen zu einer klimaschonenden, letztlich einer
klimaneutralen Politik zu treffen.
Meines Erachtens führt der Weg für die Marktgemeinde Kaisheim zur Klimaneutralität
zunächst über die CO2-Reduktion.
Das Streben nach Nachhaltigkeit sollte dabei immer ein Leitgedanke sein.
Deshalb ist es mein Bestreben, für die kommende Wahlperiode 2020-2026 und auch danach,
unter gebührender Berücksichtigung der finanziellen Leistbarkeit die Nachhaltigkeit, sowie
die CO2-Reduktion durch geeignete Maßnahmen voranzutreiben.
Sämtliche Vorhaben sollten unter größtmöglicher Ausnutzung staatlicher Förderungen
erfolgen. Diese bewegen sich je nach Priorisierung zwischen 70 und 90%. Das kommunale
Handeln sollte grundsätzlich auf eine Vereinbarkeit mit Klimaschutz-Grundsätzen geprüft
werden.
Konkrete Maßnahmen können daher folgende sein:
• Klimacheck mittels Anpassungstool des Freistaats Bayern
www.stmuv.bayern.de/themen/klimaschutz/kommunal/klimacheck.htm
• Der Aufbau und/oder die Ausweitung eines Energie- und Klimaschutzmanagements in
öffentlichen Gebäuden
• Die Erarbeitung von Mobilitätskonzepten (Betrachtung des Flexi-Bus-Systems,
Ergänzung der kommunalen Fahrzeuge durch E-Fahrzeuge)
• Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen mit Klimaschutzbezug
• Energetische Sanierungen von öffentlichen Gebäuden
• Ggf. Tausch von Heizanlagen mit fossilen Brennstoffen durch Heizungen mit
erneuerbaren Energieträgern (Hackschnitzel, Pellet, usw.) nach deren Erreichung der
kalkulierten Laufzeit; Nutzung von bestehenden Nahwärmenetzen
• Bevorzugung bei Neubaumaßnahmen von Holzbauverfahren als
Vermeidungsstrategie von CO2-Ausstoss
• Ergänzung des Radwegenetzes im Gemeindegebiet
• Schaffung weiterer Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge
• Überlegungen zur Teilnahme am European Energy Award als Instrument zum
Qualitätsmanagement
Die aufgezeigten Maßnahmen könnten somit eine Basis für eine klimafreundliche Politik ab
Mai 2020 darstellen.
Mich würde es sehr freuen, Projekte dieser Art mit Ihrer Hilfe und Unterstützung unter
Einbindung aller anderen Entscheidungsträger umzusetzen.
Mahnend sagte der ehemalige Vizepräsident der vereinigten Staaten von Amerika und
Friedensnobelpreisgewinner, Albert „Al“ Gore:
Der Mensch ist ständig in Gefahr, das nie Dagewesene für undenkbar zu halten.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Strobel

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