• Planausschnitt (Plan Nr.17) aus dem "Gutachten zur Stadtentwicklung und zur Sanierung der Altstadt von Nördlingen" (1974) des Instituts für Städtebau, Landesplanung und Raumordnung der TU München - Auftraggeber: Stadt Nördlingen

Grüne und Frauenliste: Chance für Nördlingen - Marktplatz als Fußgängerzone

"Verkehrsbelastung im Herzen Nördlingens viel zu hoch"

11. Sep. 2009 –

Nördlingen (pm) "Eine Voraussetzung für die Aufwertung des Markplatzes ist dort eine Fußgängerzone", fassen die beiden Stadträte Wolfgang Goschenhofer und Sonja Dürr eine in etlichen Stadtratsitzungen vorgebrachte Forderung zusammen. "Wir haben dabei einen starken Rückhalt bei den Nördlingern festgestellt und wollen hier weiter für ein attraktiveres Nördlingens werben."

"Wer hier den Straßenverkehr weiterhin zulassen will, soll sich nur einmal 10 Minuten auf den Marktplatz stellen. " so der Grünen-Stadtrat weiter. Abends seien wegen des lauten Verkehrslärms zeitweise kaum Gespräche in den Außenbewirtschaftungen auf dem Marktplatz möglich. "Gruppen von den Stadtführungen - wie persönlich am letzten Sonntag erlebt, müssen sich ruhige Ecken außerhalb des Platzes suchen, damit alle überhaupt noch etwas verstehen. Der Lärm von Autos und Motorrädern ist teilweise unerträglich groß!"

Der derzeit laufende Versuch einer Verkehrsberuhigung sei gescheitert: "Zu viel Verkehr, oftmals fehlende Rücksichtnahme auf Fußgänger und vor allem Kinder, zu hohe Geschwindigkeiten und zu größer Lärm mit absichtlichem Zwischengas bei PKW und Motorrädern bei dem Drehen von Stadtrunden sprechen eindeutig für eine Fußgängerzone." brachte es Sonja Dürr auf den Punkt. "Wir beide hatten bei der Abstimmung über den Brunnen diesen auch aus dem Grund abgelehnt, dass wir es nicht verantworten können, wenn spielende Kinder durch vorbeifahrende Autos in Gefahr gebracht werden - ein Brunnen macht nur Sinn in Verbindung ohne Verkehr!"

Weiterhin machten die beiden Stadträte deutlich: "Zusammen mit der bereits beschlossenen Fußgängerzone in der Löpsingerstraße im Jahr 2011 würde es zu einem zentralen Einkaufsring Rübenmarkt-Schrannenstraße-Bei den Kornschrannen-Eisengasse-Marktplatz auch zur Stärkung der Innenstadt kommen." Alle Parteien und Gruppierung im Stadtrat seien sich einig, dass der Marktplatz derzeit seine Funktion als zentraler Aufenthalts- und Einkaufsort bei weitem nicht erfülle. Die Frage, ob eine Mehrheit im Stadtrat sich für einen Marktplatz als Fußgängerzone ausspricht, sei noch vollkommen offen.

Das Konzept von Grünen und Frauenliste sehe selbstverständlich vor, dass Anlieger und der öffentliche Nahverkehr weiterhin den Marktplatz benutzen könnten. Dabei wäre eine Erschließung der Polizei- und Luckengasse neu zu überdenken. Eine Einbeziehung in die Fußgängerzone wäre auch bis zum Gebäude Polizeigasse 4 (ehemalig Schuhhaus Hahn) denkbar.

"Die nunmehr im Stadtrat angedachte Möglichkeit eines Gebäudes zwischen St.Georgskirche und Müller-Markt haben wir bereits im Frühjahr diesen Jahres als Idee beider Gruppen in den Rieser Nachrichten veröffentlicht", machte Wolfgang Goschenhofer deutlich. "Dabei können wir uns ein architektonisch sehr hochwertiges Bauwerk vorstellen. Dieses Gebäude selbst könnte auch ein Grund für einen Besuch Nördlingens sein. Hierbei wäre das transparente Element "Glas" vorstellbar - auch mit Bezug auf den Sitz eines bedeutenden Glasherstellers in Nördlingens."


Kritik übte Sonja Dürr an der bisherigen Gestaltung des Marktplatzes: "Vor Jahren wurde sehr viel Geld für eine Pflasterung des Platzes verwandt - das gewünschte Ziel einer Erhöhung der Aufenthaltsqualität wurde nicht erreicht. Schon damals wäre es gut gewesen ein Gesamtkonzept zu haben. Die Chance wurde leider vertan. Umso mehr freut es uns, dass wir nun durch die Einschaltung auch von heimischen Architekturbüros dem gesteckten Ziel wieder näher kommen."

"Die Idee den Marktplatz verkehrsfrei zu gestalten ist natürlich nicht neu: Bereits in den drei Rohentwürfen aus dem Jahr 2007 war Konsens, die "gute Stube der Stadt" verkehrsfrei zu halten. Blickt man in ein Gutachten zur Stadtentwicklung aus dem Jahr 1974 - auf dieser Grundlage erfolgte u.a.der Ausbau des Klösterles zu einem Bürgerhaus - so war damals bereits von einer Fußgängerzone rund um die Georgskirche die Rede", so Wolfgang Goschenhofer. "Ein kleiner Teil davon, nämlich vor dem "Drogeriemarkt Müller", wurde schließlich 35 Jahre nach der Idee zur Fußgängerzone in diesem Jahr umgesetzt. Weitere 35 Jahre für den restlichen Bereich am Marktplatz will sicher niemand von uns Nördlingern warten."

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